Bildung. Von historischen Rückbindungen und aktuellen kritischen Perspektiven

Autorin: 
Elisabeth Sattler
Elisabeth Sattler
„Elisabeth Sattler“

Ich danke für die Einladung, heute hier über Bildung zu sprechen. Der Tagungstitel Frauen – Reformation – Bildung legt nahe, auch dem Begriff Bildung nachzuspüren, ist er doch ein in der deutschen Sprache vielfach gebrauchter (von Bildungspolitik über Bildungsbürger zu Bildungsforscher), aber in keiner Weise eindeutiger Begriff. Je näher wir uns diesen Begriff der Bildung ansehen, umso ferner schaut er zurück (vgl. Karl Kraus). In meiner Disziplin, die sich ‚Bildungswissenschaft‘ nennt, gibt es keinerlei Einstimmigkeit in der Definition von Bildung, es finden sich viel eher immer wieder Konjunkturen, wann wir von Bildung oder von Erziehung oder von Lernen etc. sprechen. Und für meinen Blick macht es einen Unterschied, ob von Bildung oder von Ausbildung, von Lernen oder von Entwicklung gesprochen wird.

Frauen – Reformation – Bildung

Heute bin ich also eingeladen, über Bildung zu sprechen und ich werde Ihnen nicht sagen können, was ‚Bildung ist‘, was oder wie Bildung ‚sein soll‘ oder wann Frauen etwa ‚gebildet‘ sind. Meinen Vortrag habe ich als Antwort auf die Vortragsmanuskripte erarbeitet, die in den Arbeitsgruppen morgen Impulse geben werden.