Frauen im Kontext von Glauben und Wissen in der Frühen Neuzeit

Autorin: 
Małgorzata Grzywacz

Im Jahre 2005 erschien aus der Feder des bekannten Kirchenhistorikers Martin Greschat das Buch unter einem, eher kein großes Aufsehen erregenden Titel – „Protestantismus in Europa“. Den Untertitel dieses Werkes des ehemaligen Gießener Ordinarius bildete die Triade: Geschichte – Gegenwart-Zukunft. Gerade diese Reihenfolge hatte mich bei der Lektüre angesprochen und fasziniert mich bis heute, vor allem durch ihre Frische und Aktualität.

Frauen – Reformation – Bildung

Wir schreiben das Jahr 2014 und nur drei Jahre trennen uns von 2017 – einem Jubiläum, dem Evangelische mit Freude und einem gewissen Stolz entgegen schauen. Greschats Diagnose, die uns zeitlich nahe liegt, fällt für Europa des beginnenden 21 Jahrhunderts eher bescheiden aus. Der Protestantismus spielt auf dem alten Kontinent keine führende Rolle, denn: „von den ca. 520 Millionen Europäern sind 49% römische Katholiken, 19% gehören einer orthodoxen Kirche an. Und der Anteil derjenigen, die keiner oder einer anderen Religion angehören, liegt ebenso wie die Zahl der Protestanten in Europa bei knapp 16% , d.h. bei 83 Millionen“ . Gerade große Feierlichkeiten, die uns bevorstehen, zielen u.a. darauf ab, die Präsenz des Protestantismus für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch für uns selbst zu entdecken und zu betonen.